Arbeitsweise · Neurosystemische Integration®

Neurosystemische Integration® in Graz: traumasensible Begleitung mit Körper und Nervensystem

Für Momente, in denen Sie längst verstehen, warum Sie so reagieren, und trotzdem anders handeln, als Sie es möchten.

Vater geht mit seiner kleinen Tochter an der Hand ins Meer, Sinnbild für Vertrauen und Sicherheit
Nach Verena König Traumasensibel Regulation des Nervensystems Praxis in Graz
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Wenn Verstehen nicht reicht

Manche Muster sitzen tiefer als im Kopf

Manchmal verstehen Menschen sehr genau, warum sie bestimmte Dinge tun. Unter Stress reagieren sie trotzdem wie immer.

Das erlebe ich in meiner Arbeit häufig. Dann reicht es nicht, über eine Situation nachzudenken. Es braucht auch den Blick darauf, was im Körper und im Gefühl passiert. Aus diesem Grund habe ich die Ausbildung in Neurosystemischer Integration® nach Verena König absolviert.

Durch meine Arbeit mit Pflegefamilien habe ich mich intensiv mit Bindung und Trauma beschäftigt. Dabei habe ich gelernt, wie stark frühe Beziehungserfahrungen beeinflussen, wie wir auf Belastungen reagieren.

Frau sitzt erschöpft auf dem Sofa, eine andere Person legt ihr beruhigend die Hand auf die Schulter, Sinnbild für Halt und Co-Regulation

Drei Bausteine

Was hinter dem Namen steckt

Der Name klingt technisch. Dahinter stehen drei einfache Gedanken.

Neuro

Unser Nervensystem speichert Erfahrungen. Viele Reaktionen sind kluge Schutzstrategien, die es in schwierigen Zeiten entwickelt hat.

Systemisch

Niemand lebt für sich allein. Familie, Beziehungen und oft auch frühere Generationen prägen, was wir in uns tragen.

Integration

Alte Erfahrungen müssen nicht verschwinden. Sie dürfen behutsam ihren Platz in Ihrer Geschichte finden und verlieren dadurch an Macht.

Hand berührt ein leuchtendes Netzwerk aus Nervenzellen, Sinnbild für die Regulation des Nervensystems

Das Nervensystem

Wenn der Körper schneller ist als der Verstand

In Momenten großer Anspannung schaltet unser Gehirn auf Schutz. Die Bereiche für ruhiges Abwägen und für Sprache treten dann in den Hintergrund.

Deshalb fehlen uns im heftigen Streit manchmal buchstäblich die Worte. Das Nervensystem unterscheidet in solchen Momenten kaum zwischen damals und heute. Ein Tonfall oder ein Blick genügt, und der Körper reagiert, als wäre die alte Gefahr wieder da.

In der Begleitung lernen Sie, diese Signale früher zu bemerken. Dafür nutze ich auch Erkenntnisse zur Regulation des Nervensystems. Sie helfen zu verstehen, wann wir uns sicher fühlen und wann der Körper Alarm schlägt.

Ihre Reaktionen sind kein persönliches Versagen. Sie zeigen, wie gut Ihr System Sie einmal geschützt hat.

Leitgedanke

Was damals überwältigend war, darf heute leiser werden. Sie sind erwachsen, und Sie sind heute in Sicherheit.

So arbeite ich

So arbeite ich traumasensibel

Traumasensibel heißt für mich: Sicherheit, Transparenz und Augenhöhe stehen an erster Stelle. Das Tempo bestimmen Sie.

  1. Verstehen

    Ich erkläre Ihnen, wie Ihr Nervensystem auf Stress reagiert. Viele Menschen erleben das als große Entlastung.

  2. Stabilisieren

    Bevor wir belastende Themen berühren, stärken wir Ihre Kraftquellen im Hier und Jetzt.

  3. Spüren

    Mit Atemtechniken und behutsamer Körperwahrnehmung lernen Sie, Anspannung früh zu bemerken und sich zu beruhigen.

  4. Neue Bilder

    Imagination bietet Ihrem Gehirn neue, stärkende Erfahrungen, etwa die Vorstellung eines sicheren Ortes.

Die Ausbildung in Neurosystemischer Integration® nach Verena König ist heute eine wichtige Grundlage meiner Arbeit. Sie ergänzt die Individualpsychologie um den Blick auf Körper und Nervensystem.

Beziehung und Körper

Was in Beziehungen dabei geschieht

Unser Nervensystem beruhigt sich am leichtesten im Kontakt mit einem ruhigen Gegenüber. Fachleute nennen das Co-Regulation.

Als Kinder brauchen wir Erwachsene, die uns halten und trösten. Dieses Prinzip wirkt auch bei Erwachsenen weiter. In der Begleitung erleben Sie, wie sich Anspannung im sicheren Kontakt löst. Mit der Zeit gelingt das auch allein und in Ihrer Partnerschaft.

Hilfreich ist zudem der Blick auf innere Anteile: den strengen inneren Kritiker etwa, oder den Teil in Ihnen, der sich nach Nähe sehnt und gleichzeitig Angst davor hat. Wenn diese Anteile gehört werden, wird es innen ruhiger.

Paar sitzt nach einem Streit Rücken an Rücken auf dem Boden, Sinnbild für Anspannung im Nervensystem in der Beziehung

Wobei sie hilft

Wobei traumasensible Begleitung hilft

Wenn alte Erfahrungen im Körper nachwirken, zeigt sich das oft in diesen Bereichen.

Beziehungsmuster

Im Konflikt bleiben Sie präsenter, weil Rückzug oder Angriff nicht mehr automatisch übernehmen.

Zum Thema

Nähe und Bindung

Ihr Körper lernt Schritt für Schritt, dass Nähe sicher sein darf.

Zum Thema

Selbstwert

Aus harter Selbstkritik kann Mitgefühl mit sich selbst wachsen.

Zum Thema

Grenzen und Nein sagen

Sie spüren früher, wann eine Grenze erreicht ist, und können sie ruhig vertreten.

Zum Thema

Einordnung

Woher der Ansatz kommt und wo seine Grenzen liegen

Damit Sie gut entscheiden können, ob dieser Weg zu Ihnen passt.

Der Ansatz

Verena König, Autorin des Buchs „Bin ich traumatisiert?“, hat die Neurosystemische Integration® aus ihrer langjährigen Praxis entwickelt. Sie verbindet Erkenntnisse aus Neurobiologie, systemischer Arbeit und Psychotraumatologie und bildet seit einigen Jahren Coaches darin aus.

Offen gesagt

Die einzelnen Bausteine sind gut erforscht, etwa Bindung, Co-Regulation und die Arbeit mit inneren Anteilen. Für die Neurosystemische Integration® als Ganzes gibt es bisher keine eigenen Wirksamkeitsstudien.

In meiner Begleitung stelle ich keine Diagnosen. Bei einer akuten seelischen Krise oder schweren Belastungen nach traumatischen Erlebnissen ist eine ärztliche oder psychotherapeutische Stelle die richtige Ansprechpartnerin.

Häufige Fragen

Fragen zur Neurosystemischen Integration®

Noch etwas offen? Ein kurzer Anruf klärt vieles.

Was bedeutet Neurosystemische Integration® konkret?

Neuro steht für das Nervensystem, systemisch für den Blick auf Familie und Beziehungen, Integration dafür, alte Erfahrungen behutsam in die eigene Geschichte einzubinden.

Muss ich über schlimme Erlebnisse im Detail sprechen?

Nein. Im Mittelpunkt stehen Sicherheit und Stabilität im Hier und Jetzt. Wir achten darauf, dass Sie sich nicht überfordert fühlen, und Sie können jederzeit eine Pause machen.

Ist traumasensible Begleitung eine Traumatherapie?

Nein. Ich begleite Menschen, die ihren Alltag bewältigen und an ihren Mustern arbeiten möchten. Traumasensibel beschreibt meine Haltung: behutsam, transparent und in Ihrem Tempo.

Wie lange dauert die Begleitung?

Das Tempo bestimmt Ihr Nervensystem. Kleine, langsame Schritte bringen oft die nachhaltigste Veränderung. Wie lange wir zusammenarbeiten, entscheiden Sie.

Wer ist Verena König?

Eine deutsche Expertin für Psychotraumatologie, Bestsellerautorin und Podcasterin. Sie hat die Neurosystemische Integration® entwickelt und bildet Coaches darin aus.

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