Themen · Grenzen und Nein sagen

Nein sagen lernen: Begleitung in Graz für Menschen, die es allen recht machen

Für alle, die sich für andere aufreiben und wieder Kraft für das eigene Leben haben möchten.

Post Its Smiley lachend und traurig - Symbol für Nein sagen lernen
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Immer für alle da

Ja gesagt und Nein gemeint

Sie sind hilfsbereit, verlässlich und für alle da. Kolleginnen, Familie, Partner: Wer Sie um etwas bittet, bekommt ein Ja.

Erst später merken Sie, dass Sie eigentlich ablehnen wollten. Dann folgen Erschöpfung, stiller Ärger und manchmal das Gefühl, sich selbst verloren zu haben. Grenzen zu setzen ist lernbar. Der Weg dorthin beginnt mit der Frage, warum Ihnen das Nein so schwerfällt.

Frau sitzt erschöpft auf dem Sofa, eine andere Person legt ihr die Hand auf die Schulter

People Pleasing

Woran Sie das ständige Ja erkennen

Im Englischen heißt es People Pleasing: das tiefe Bedürfnis, es allen recht zu machen. So zeigt es sich im Alltag.

Ja ohne Nachdenken

Die Zusage ist ausgesprochen, bevor Sie überlegt haben, ob Sie das wirklich wollen.

Schlechtes Gewissen

Ein Nein fühlt sich egoistisch an und beschäftigt Sie noch lange danach.

Frieden um jeden Preis

Konflikten gehen Sie aus dem Weg, so gut es nur geht.

Feine Antennen

Sie spüren die Stimmung anderer sofort und richten Ihr Verhalten danach aus.

Immer mehr im Job

Sie übernehmen Aufgabe um Aufgabe, bis die Belastung zu groß wird.

Keine Zeit für sich

Für Ihre eigenen Bedürfnisse bleibt am Ende des Tages kaum etwas übrig.

Familie läuft gemeinsam auf einem Weg durchs Grüne, Sinnbild für Zugehörigkeit

Warum es schwerfällt

Hinter dem Ja steht der Wunsch dazuzugehören

Viele Menschen haben als Kind erfahren, dass sie Zuwendung bekommen, wenn sie brav, hilfsbereit oder unkompliziert sind.

Eigene Wünsche haben zu Spannungen geführt, Anpassung hat für Ruhe gesorgt. Diese Erfahrung war damals ein guter Grund für das Ja. Heute kostet sie Sie Kraft. Dazu kommt der Körper: Steht ein Nein an, reagiert das Nervensystem oft mit Anspannung, und Nachgeben fühlt sich sicherer an. Viele erkennen in der Begleitung, dass ihr hoher Anspruch an sich selbst und ihr Bedürfnis, es allen recht zu machen, nicht zufällig entstanden sind.

Ihr Ja hat Sie einmal geschützt. Heute dürfen Sie entscheiden, wem und wofür Sie es geben.

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Leitgedanke

Jedes ehrliche Nein zu anderen ist ein Ja zu sich selbst.

Wie ich Sie begleite

So wird ein Nein leichter

Ein festes Muster löst sich selten durch gute Vorsätze. Wir verbinden das Verständnis für Ihre Geschichte mit Übungen, die im Alltag tragen.

  1. Erstgespräch

    Sie schildern Ihr Anliegen, ich stelle Ihnen meine Arbeitsweise vor. Dann entscheiden wir gemeinsam.

  2. Antreiber erkennen

    Die Lebensstilanalyse zeigt, welche Erfahrungen Ihr Bedürfnis geprägt haben, es anderen recht zu machen.

  3. Grenzen spüren

    Sie lernen, die Signale Ihres Körpers früher wahrzunehmen, wenn eine Grenze erreicht ist, und mit Atemtechniken ruhig zu bleiben.

  4. Üben

    Mit Imagination und Ermutigung spielen wir konkrete Situationen durch, bis sich Ihr Nein stimmig anfühlt.

Mit meiner Ausbildung zur Individualpsychologischen Beraterin ADI® gehe ich gemeinsam mit Ihnen den Ursachen Ihres Musters auf den Grund.

Wo Grenzen fehlen

In der Partnerschaft und im Beruf

Das ständige Ja zeigt sich meist in mehreren Lebensbereichen. Zwei davon kommen in meiner Praxis besonders häufig vor.

In der Beziehung

In der Partnerschaft wirkt das ständige Ja oft leise. Sie stellen Ihre Wünsche zurück, um Streit zu vermeiden, und ärgern sich später darüber.

Mit der Zeit wächst Distanz, obwohl Sie sich Nähe wünschen. Klare Grenzen schaffen die Voraussetzung für eine Beziehung, in der beide Platz haben.

Im Beruf

Viele Menschen kommen zu mir, weil sie im Job an ihre Grenzen stoßen. Sie springen ein, übernehmen Zusatzaufgaben und sind ständig erreichbar.

Wir schauen, welche Muster dahinterstehen, und üben, wie Sie Ihre Grenzen im Arbeitsalltag freundlich und klar vertreten.

Rotes Herz in der Mitte, umgeben von Holzwürfeln mit Personensymbolen, Sinnbild für Beziehungen

Was sich verändern kann

Mehr Energie für das, was Ihnen wichtig ist

  • Sie spüren früher, was Sie wollen und was nicht.
  • Ein Nein gelingt Ihnen ohne lange Rechtfertigung.
  • Das schlechte Gewissen wird leiser, und Sie fühlen sich nicht mehr für alles verantwortlich.
  • Sie haben wieder Kraft für Ihre eigenen Pläne.
  • Ihre Beziehungen werden ehrlicher und ausgewogener.

Für schwierige Situationen nehmen Sie konkrete Werkzeuge mit, die Sie im Alltag sofort anwenden können.

Gut zu wissen

Passt diese Begleitung zu Ihnen?

Ob mein Angebot zu Ihnen passt, besprechen wir im Erstgespräch.

Für wen

Ich begleite Frauen und Männer ab 18 Jahren, die lernen möchten, Grenzen zu setzen, ob in der Beziehung, in der Familie oder im Beruf.

Die Begleitung unterstützt Menschen, die im Alltag noch funktionieren und merken, dass das ständige Ja an ihren Kräften zehrt. Bei anhaltender Erschöpfung oder einer akuten seelischen Krise wenden Sie sich bitte zuerst an Ihre Hausärztin, Ihren Hausarzt oder eine psychotherapeutische Stelle.

Der Rahmen

  • Einzeltermine in der Praxis BeziehungsMut
  • Start mit einem Erstgespräch über Ihre Situation
  • Alle Tarife im Überblick unter Ablauf und Preise
  • Anfragen gerne auch per E-Mail

Häufige Fragen

Fragen zum Nein-Sagen

Sie möchten etwas anderes wissen? Ich nehme mir gerne Zeit für Ihren Anruf.

Werde ich egoistisch, wenn ich öfter Nein sage?

Menschen mit klaren Grenzen sind verlässlicher, weil ihr Ja ernst gemeint ist. Für sich selbst zu sorgen, schadet niemandem.

Hilft die Begleitung auch bei Überforderung im Job?

Ja. Das ständige Ja-Sagen im Beruf ist ein häufiges Anliegen in meiner Praxis. Wir arbeiten an den Ursachen und üben Situationen aus Ihrem Arbeitsalltag.

Warum reichen Tipps und Formulierungen nicht?

Formulierungen helfen, solange die Anspannung klein ist. Ist das Ja tief verankert, braucht es das Verständnis für seinen Ursprung und neue Erfahrungen im Körper.

Muss ich mich mit meinem Umfeld streiten, um Grenzen zu setzen?

Nein. Wir üben, wie Sie Grenzen freundlich und klar aussprechen. Viele merken dabei, dass ihr Umfeld besser reagiert als befürchtet.

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